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NINA X

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Autor: Ewan Morrison

Titel: Nina X

Seiten: 320

Erscheinungsjahr: 2019

Rezensionsexemplar

 

Klappentext

Nina X ist die Geschichte einer außergewöhnlichen jungen Frau, die von Geburt an in einer maoistischen Kult-Kommune in »ideologischer Reinheit« erzogen wird und dann in unsere moderne Welt flieht. Über 20 Jahre lang hat Nina X keine Bücher, keine Spielsachen und keine Privatsphäre. Ihre engste emotionale Beziehung unterhält sie zu den Vögeln vor ihrem Zimmerfenster, wenn sie mutig genug ist, die Gipsplatte zu entfernen, die es verdeckt. Nina hat das kleine Haus in London noch nie verlassen. Sie hat nie ein anderes Kind getroffen. Sie hat keine Mutter und keinen Vater; sondern einen Führer und vier Genossinnen. Der allmächtige Führer nennt sie Das Projekt; sie wird von den »falschen Göttern des Kapitalismus« und vom »Kult um das Ich und das Selbst« ferngehalten. Der Führer verlangt von ihr, alles in Notizbüchern festzuhalten, um ihre Gedanken verfolgen zu können; zwingt sie, die Einträge so lange zu überarbeiten und umzuschreiben, bis sie seiner Vorstellung entsprechen. Ihre eigenen Worte werden ausgelöscht, wieder und wieder …Doch das war damals. Jetzt ist Nina in Freiheit, und alle Regeln haben sich verändert. Sie muss sich immer wieder sagen, dass jetzt alles das Gegenteil von dem ist, was sie gelernt hat – und trotzdem ergibt die Welt immer noch keinen Sinn. Ein geheimnisvoller Roman mit einer exzentrischen, unzuverlässigen Protagonistin, die unsere Welt in einem ganz anderen Licht sieht.

 

Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig und ich habe einige Zeit gebraucht, damit zurecht zu kommen. Die Thematik ist heftig und man lernt die Bedeutung „Frei“ zu sein nochmals von anderer Seite kennen und es hat mich geschockt, wie leicht Manipulierbar Menschen sind…

Obwohl ich am Anfang sehr mit dem Schreibstil gekämpft habe, bin ich doch froh, das Buch doch beendet zu haben. Es behandelt einige sehr wichtige Themen und ich finde es gut, dass der Autor diese aufgegriffen hat. Dass so etwas heutzutage noch möglich ist, ist kaum vorstellbar und erschreckend und doch hört man immer wieder davon…

Es ist interessant, zu sehen, wie Nina auf die „normale“ Welt reagiert und es schockiert gleichzeitig, wie schwer es für sie ist, die Welt zu akzeptieren… die Tagebucheinträge waren schon heftig und das Buch hat mich lange nach dem lesen immer noch beschäfftigt…

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